Hast du dich schon öfters gefragt, ob du die richtigen Lebensmittel deinem Kind anbietest?
Mag dein Kind, trotz all deiner Bemühungen, nicht essen?
Wie viel muss mein Baby eigentlich trinken?
Reicht meine Muttermilch?
Wann füttere ich dazu, was genau, welche Mengen?
Mein Kind isst zu wenig!
Mein Kind hat immer Hunger!
Wenn es schon kein Gemüse isst, dann bin ich froh, wenn es wenigstens etwas Süßes ist. Irgendwas braucht es doch schließlich!
Hast du wenigstens eine der oben genannten Sätze auch schon mal gesagt oder dir die Frage gestellt? Dann herzlich willkommen in diesem Blog!
Ich bin Kinderärztin mit der Spezialisierung Kinder-Gastroenterologin und Kinder-Ernährungsmedizinerin. Fast täglich kommen Eltern zu mir in die Sprechstunde und immer wieder höre ich die oben genannten Äußerungen.
Aber ich sage bereits jetzt: „ ich habe nicht die Lösungen auf all diese geschilderten Probleme!“
Ich denke, es gibt nicht die EINE richtige Antwort, nicht EIN richtiges Konzept.
Die Zusammensetzung der Nahrung, die Inhaltsstoffe sind wichtig, ganz klar.
Entscheidend ist das Alter des Kindes. Ein Säugling hat andere Bedürfnisse, als ein Kleinkind. Ein Jugendlicher wiederum Andere.
Das ist es aber nicht alleine!
Hinzu kommt, ob wir gewissen Traditionen oder religiöse Vorschriften an die Ernährung haben. Dieses beeinflusst unsere Ernährung sehr. Unsere kulturellen Wurzeln sind maßgeblich für die Zusammensetzung der täglichen Nahrung.
Und natürlich ist das soziale Umfeld wichtig. Kann ich mir „gesunde Nahrungsmittel“ überhaupt leisten?
Die Ernährung eines Kindes beinhaltet darüber hinaus aber noch einen ganz entscheidenden Aspekt:
Erwachsene geben vor, was und WIE ein Kind essen soll und damit hat neben dem Angebot an Nährstoffen auch der Erziehungsstil Einfluss auf die Kinderernährung.
Wird gemeinschaftlich gegessen, welche Tischregeln gibt es? Muss der Teller leer gegessen werden? Wird Essen und gleichzeitiger Medienkonsum erlaubt oder vorgelebt? Gibt es kein Essen als Bestrafungsmethode? Das sind nur einige Beispiele.
Dabei geht es immer um die Einübung allgemeiner Verhaltensstandards der Erwachsenengesellschaft. Dieses bietet gleichzeitig Konfliktmaterial zwischen den Generationen. Dieses nicht nur zwischen Eltern und Kindern, sondern auch zwischen Erziehern und Kindern in Kindergärten und Schuleinrichtungen, aber auch zwischen den Ansichten von Großeltern und Eltern, denn die Gegenwart und Erfahrungen haben immer Einfluss auf unser Verhalten. Aktuell beschäftigen wir uns mit Klimafragen und Tierwohl. Dieses beeinflusst ganz stark auch die Frage nach einer maßvollen Ernährung. Ist vegetarisch und vegan nicht besser? Sind unsere Lebensmittel noch gesund? Gleichzeitig gibt es unendlich viele Fertigprodukte – auch vegane und vegetarische. Sind die gesund? Welche Inhaltstoffe sind da eigentlich drin?
Du siehst – ein wirklich großes Feld – diese Kinderernährung! Es kann nicht die eine Antwort geben!
Deshalb bekommst du zunächst Fragen an dich selbst gestellt:
- Welche Erfahrungen hast du als Kind in Bezug auf die Ernährung gemacht? Was hat dich gestört, was war richtig gut?
- Welchen Erziehungsstil hatten deine Eltern in Bezug auf die Ernährung bei dir?
- Gibt es Nahrungsmittel, die du aus religiösen, traditionellen oder idealistischen Gesichtspunkten selber nicht isst?
- Was magst du gar nicht?
- Was ist dir persönlich in Bezug auf „Essen“ wichtig?
- Was bedeutet für dich „gesunde“ Ernährung?
Ich bereite nun weitere Blogeinträge vor und werde versuchen, möglichst viele der oben nur kurz angesprochenen Themen aufzugreifen und darauf weiter einzugehen. Inhaltlich werde ich sowohl einzelne Nahrungsmittel, Produkte, sowie Erkrankungen in Bezug auf Nahrungsmittel thematisch bearbeiten.
Ich würde mich freuen, wenn du diesen Beitrag, wenn er dir gefallen hat, positiv bewertest und noch wichtiger, teilst!
Schön fände ich, wenn du Themenvorschläge hast, die du in den Kommentar einträgst!
