Wissenschaft und Medizin – leicht erklärt!

Sodbrennen – es brennt nicht immer!

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Sodbrennen – fast jeder Erwachsene hat es bestimmt schon einmal erlebt. Sodbrennen ist nur ein Symptom. Man spricht eigentlich von einem gastroösophagealen Reflux, abgekürzt als GÖR.  Dabei kommt es zum Zurückfließen von Mageninhalt in die Speiseröhre.                                                                                          Dieser Reflux zählt zu den häufigsten Volkskrankheiten.

Einige Eltern können sich vor Wäsche nicht retten, denn ihr Baby spuckt die Milch gefühlt in Massen wieder aus. Der Spruch „Speikinder – Gedeihkinder“  hilft kaum, wenn man das Kind und sich nach jeder Mahlzeit umziehen muss.

Wieso kommt es zum Sodbrennen?

Eine andere Frage zuvor: „ Weißt du, wie ein ganz normaler Schluckakt abläuft? Es handelt sich um einen höchst komplexen Vorgang, den wir „einfach mal eben“ machen.

Die Speiseröhre (= Oesophagus) ist ein muskulärer Schlauch, der vom Rachen bis zum Magen (= Gastrum) reicht. Beim reifen Neugeborenen ist er zwischen 8 und 10 cm lang, beim Erwachsenen etwa 25 cm.

Im Verlauf des unteren Anteils der Speiseröhre bis zum Eingang des Magens verdichten sich die Muskelfasern zum unteren Schließmuskel.  Einige Patienten denken, es handelt sich um eine Art Klappe, die zum Magen hin die Speiseröhre verschließt, das ist aber nicht wirklich richtig. Der Schließmuskel befindet sich in Ruhe im geschlossenen Zustand. Dieser Schließmuskel ist keine anatomisch genau zu bestimmende Struktur, sondern es handelt sich eher um eine Zone mit hohem Ruhedruck (= Hochdruckzone).

Der Schluckakt beginnt mit dem nicht beeinflussbaren Schluckreflex, der durch Reizung der Rachenhinterwand und des Zungengrundes ausgelöst wird. Wird Nahrung geschluckt, dann wird der Speisebrei (= Nahrungsbolus) von dem Muskelschlauch aktiv wellenförmig Richtung Magen transportiert, dieses mit einer Geschwindigkeit von etwa 2–4 cm/s. Unten angekommen öffnet sich der untere Schließmuskel und der Bolus wird in den Magen weitergeleitet. Die Hochdruckzone des unteren Ösophagus stellt so eine Refluxbarriere dar, da er das Zurückfließen der Nahrung in die Speiseröhre verhindert. Dieses wird zusätzlich unterstützt von der besonderen Stellung des Magens unterhalb des Zwergfells und dem Eintreffen der Speiseröhre in den Magen. Hier bildet sich ein spitzer Winkel, den man auch als His-Winkel bezeichnet.

Die nervliche Versorgung und der komplette Schluckakt wird durch das Schluckzentrum gesteuert, dieses sitzt im Hirnstamm. Daraus erklärt sich auch, dass Menschen mit schweren neurologischen Störungen oft Probleme mit dem Schluckakt im Allgemeinen und ein höheres Risiko für einen Reflux in die Speiseröhre im Speziellen aufweisen.

Im ersten Lebensjahr ist der untere Schließmuskel der Speiseröhre noch wenig koordiniert, sodass ein Reflux häufig ist. Der Schließmuskel entspannt häufiger und der Druck ist noch nicht so hoch. Viele Säuglinge spucken daher nach einer Mahlzeit einen Teil der Nahrung wieder hoch. Meist stellt dieses Phänomen nur eine Unannehmlichkeit für die Eltern oder Betreuer dar, ohne gesundheitliche Nachteile für das Kind. Zum Ende des ersten Lebensjahrs wird diese Koordinationsstörung meistens weniger, so dass der Reflux und die Symptome spontan besser werden.

Ein ganz normaler Reflux kann auch später im Leben in bestimmten Situationen vermehrt vorkommen, z.B. nach dem Genuss von bestimmten Speisen oder während einer Schwangerschaft. Meist besteht in solchen Fällen kaum ein Therapiebedarf.

Wann wird ein gastroösophagealer Reflux krankhaft?

Ein krankhafter gastroösophagealer Reflux hat negative Auswirkung auf die Gesundheit oder die Entwicklung des/der Betroffenen.

Dabei sind die Symptome und deren Konsequenzen je nach Alter der/des Betroffenen unterschiedlich.

Bei Säuglingen kann ein ausgeprägter Reflux zur fehlenden Gewichtszunahme führen. Hier gilt der Spruch „Speikinder – Gedeihkinder“ eben nicht mehr. Diese Säuglinge sind gequält durch das Hochsteigen der Nahrung, sie werden zusätzlich mit zu wenig Nahrung/Energie versorgt und leiden unter Hunger. Die Veränderungen in der Wachstumskurve zeigen dieses als Warnsignal an. Manche Säuglinge, wahrscheinlich schmerzbeding, überstrecken sich ganz stark nach hinten. Auch dieses Signal wird immer wieder fehlgedeutet bzw. nicht beachtet.

Auch bei älteren Kindern und Jugendlichen kann ein krankhafter Reflux in seltenen Fällen zu Gewichtsverlust und Unterernährung führen. Insbesondere hirngeschädigte Kinder sind hiervon betroffen (Erklärung s.o.).

Bei einigen Patienten zeigt sich ein krankhafter gastrooesophagealer Reflux durch asthmatische Beschwerden, Husten, Räuspern oder Heiserkeit.

Patienten, die aufgrund von neurologischen Störungen nicht koordiniert schlucken können, können zusätzlich den aufsteigenden Mageninhalt einatmen, dieses nennt man  Aspiration von Mageninhalt in die Lunge. Dieses führt zu teils wiederkehrenden Lungenentzündungen. Auch eine chronische Mittelohrentzündung kann Reflux bedingte Ursachen haben.

Schmerzen im Oberbauch, meist direkt unterhalb der Rippen (medizinisch ausgedrückt epigastrisch) können durch einen Reflux bedingt sein.

Bei dem sog. Sodbrennen handelt es sich um Schmerzen hinter dem Brustbein. Diese Beschwerden sind bei Kindern eher selten, treten bei Jugendlichen und Erwachsenen aber als typisches Symptom auf.

Steigt immer wieder saurer Mageninhalt in die Speiseröhre und verbleibt dort länger, als es im natürlichen Prozess vorkommt, kann sich dadurch die Speiseröhrenwand entzünden. Als Folge von anhaltenden Entzündungen können sich Narben bilden, die letztendlich zur Einengung der Speiseröhre führen. Durch eine chronische Entzündung der Speiseröhre kann auch u.a. eine Blutarmut (=Anämie) entstehen.

Welche anderen Erkrankungen können mit einem gastroösophagealen Reflux verwechselt werden?

Manche Erkrankungen weisen ähnliche Symptome wie der gastrooesophageale Reflux auf, erfordern mitunter jedoch einen anderen Therapieansatz.

Ich führe diese Erkrankungen hier einmal auf, werde sie aber nicht an dieser Stelle erklären. Irgendwann wird daraus ein neuer Beitrag hier in meinem Blog entstehen!

  • Achalasie
  • intermittierender Volvulus oder Ladd-Bänder
  • Magenausgangsstenose
  • Fremdkörper in der Speiseröhre
  • Gastroparese
  • Nahrungsallergie oder -unverträglichkeit (hierzu gibt es bereits in meinem Blog Beiträge!)
  • zyklischen Erbrechens
  • abdominelle Migräne
  • Ruminationssyndrom
  • eosinophile Ösophagitis

Wie wird eine gastroösophagealer Reflux diagnostiziert?

Sonographie

Gastroösophagealer Reflux kann sonografisch dargestellt werden. Das ist bei Kindern, insb. Säuglingen relativ gut möglich. Die Qualität dieser Untersuchung hängt sehr von der Erfahrung des Untersuchers ab, wird aber auch u.a. durch das Körpergewicht des Patienten eingeschränkt.

Kotrastmitteldarstellung

Traditionellerweise sollte die Bildgebung immer eine Kontrastmitteldarstellung des oberen Magen-Darm-Trakts beinhalten Das Ziel der Kontrastmitteldarstellung ist dabei weniger, den gastroösophagealen Reflux darzustellen, sondern die anatomischen Verhältnisse. Ein Zwerchfellbruch (Hiatushernie), eine Einengung der Speiseröhre oder andere Veränderung des Magens und der Speiseröhre können erkannt werden, außerdem der Hiss-Winkel und die korrekten Lage des Darms. Die Schleimhautoberfläche der Speiseröhre kann ebenfalls bei der Kontrastmittelpassage beurteilt werden. Interessant ist auch das Schlucken selbst zu beurteilen, so erhält man zumindest eine Einschätzung der Schluckfunktion. Die obere gastrointestinale Kontrastmittelpassage beinhaltet immer auch die Darstellung des Zwölffingerdarms (Duodenum), sowie des ersten Anteils des Dünndarms. Dadurch können seltenere Gründe für Erbrechen und Reflux diagnostiziert werden.

Speiseröhren-Magenspiegelung (= Oeophago-Gastroskopie, Endoskopie des oberen Magen-Darm-Trakts)

Die Endoskopie dient zur Beurteilung der Speiseröhre, des Magens und des Zwölffingerdarmes. Veränderungen und Unregelmäßigkeiten können hierbei durch Gewebeprobeentnahme (Biopsie) gesichert und abgeklärt werden. Refluxzeichen wie Rötung der Speiseröhre, Schleimhautveränderungen oder bereits eingetretene Einengungen können gesehen werden. Beurteilen kann man auch den Übergang von Speiseröhre in den Magen (gastrooeösophagealer Übergang), den Verschluss und ob eine Hiatushernie vorliegt.

pH-Metrie, Impedanzmessung und Manometrie

Bei der pH-Metrie wird eine ganz dünne Sonde mit mehreren Messpunkten über die Nase in die Speiseröhre eingebracht. Das kann am Ende einer Magenspiegelung geschehen oder aber nach Betäubung der Rachenhinterwand (Spray) und Vorschieben mit einem Schluckakt. Der Messkatheter wird typischerweise für 24 h belassen. Während des Messintervalls kann der Patient bestimmte Ereignisse, wie Nahrungsaufnahme, Schlaf und Symptome wie Sodbrennen, zeitlich markieren. Moderne pH-Metriegeräte registrieren gleichzeitig die Lage des Patienten, ob aufrecht oder liegend. Am Schluss der Messung wird die Sonde gezogen, um die Daten auf einen Rechner herunterzuladen und zu analysieren.

Wichtig ist, dass die pH-Metrie ohne Säureblockade erfolgt. Im Allgemeinen werden daher diese Medikamente 1 Woche vor der Messung abgesetzt, ansonsten ist die pH-Metrie nur wenig aussagekräftig.

Einen nichtsauren Reflux kann die pH-Metrie nicht erkennen. Hier kommt die Impedanzmessung zum Einsatz. Eine Impedanzsonde enthält in regelmäßigen Abständen elektronische Sensoren, die den Flusswiderstand (die Impedanz) innerhalb der Speiseröhre registrieren. Ansonsten ist der Messablauf ähnlich wie die der pH-Metrie. Nach 24 h werden die Daten auf einen Rechner übertragen und ausgewertet. Der Vorteil der Impedanz ist die höhere örtliche Messung durch das Vorhandensein von mehreren Sensoren sowie die Registrierung sowohl von saurem wie auch nicht saurem Reflux. Die Manometrie misst im Gegensatz zu den oben erwähnten Verfahren nicht den Reflux, sondern den Druck in der Speiseröhre und damit auch die peristaltische Aktivität. Anhand der Manometrie erkennt man aufgrund der grafischen Darstellung ob die Peristaltik koordiniert abläuft und ob sich der untere Speiseröhrenverschluss am Ende der peristaltischen Welle regelrecht öffnet bzw. danach wieder verschließt.

Therapie – Was kann ich tun, was hilft?

Ein physiologischer Reflux ohne Beschwerden oder negative gesundheitliche Konsequenzen bedarf keiner Therapie.

Bei geringfügigen Symptomen wie Erbrechen ohne Gedeihstörung oder Aspiration im Säuglingsalter kann man mit wenigen Maßnahmen häufig schon eine Linderung erzielen. Bei sporadischen Beschwerden bei älteren Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sind Verhaltensänderungen nützlich und sollten besonders nach der Säuglings- und Kleinkindperiode konsequent beachtet werden.

Hilfen bei Säuglingen:

  • Nahrungsmenge und Abstände der Fütterung: lieber kleine Füttermengen und häufiger füttern. (Zur Säuglingsernährung und Einschätzung der richtigen Nahrungsmenge findest du weitere Beiträge in meinem Blog!)
  • Andicken der Nahrung mit natürlichen Quellstoffen; speziell für Säuglingsmilch erhältlich: Die Refluxhäufigkeit wird allerdings nicht gesenkt, nur die Häufigkeit des Erbrechens
  • Lagerung: Ganz wichtig zu wissen ist dabei, dass das Sitzen in einer Babyschale den Reflux verstärkt, auch ein Keilkissen, das nur Kopf und Oberkörper anhebt ist nicht förderlich, sogar gefährlich und sollte deshalb auf gar keinen Fall genutzt werden.

Hilfe bei Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen

Ernährung

  • Proteinreich: Proteine fördern die Bildung des Hormons Gastrin, das hat u.a. Einfluss auf die Spannung des Speiseröhren-Schließmuskels – so schließt er am Mageneingang zuverlässiger.
  • Kleine Mahlzeiten statt großer Portionen: Hoher Druck im Magen kann zu Reflux führen.
  • 3–4 Stunden vor der Nachtruhe nichts mehr essen: Im Liegen ist ein Reflux stärker ausgeprägt, ist der Magen weniger gefüllt gelangt nachts weniger Magensäure in die Speiseröhre und die Schleimhaut wird weniger gereizt.
  • Trigger meiden/prüfen: Sehr fettige, stark gewürzte oder zu süße Speisen können aufstoßen und Sodbrennen verstärken und die Refluxkrankheit begünstigen. Ein Ernährungs-Tagebuch hilft, persönliche Auslöser zu erkennen.

Genussmittel

  • Alkohol möglichst weglassen: Er reizt die Schleimhaut und schwächt den unteren Schließmuskel – dadurch kann Rückfluss von Mageninhalt leichter auftreten.
  • Nikotin vermeiden: Fördert die Produktion von Magensäure und macht Beschwerden wahrscheinlicher.
  • Kaffee individuell testen: Koffein kann Säureproduktion steigern, bei manchen hilft es durch mehr Gastrin sogar

Alltag & Körperposition

  • Kopfteil des Betts erhöhen (10–15 cm): So gelangt nachts seltener Mageninhalt in die Speiseröhre.
  • Locker sitzende Kleidung: Gürtel/Hosen, die auf Magen/Zwerchfell drücken, begünstigen, dass Reflux auftritt.
  • Nach dem Essen aufrecht bleiben (mind. 30–60 Min.) und schweres Bücken vermeiden.
  • Gewicht normalisieren: Übergewicht erhöht den Druck am unteren Teil der Speiseröhre und verursacht häufiger Reflux.
  • moderate Bewegung (Spaziergänge nach der Mahlzeit)

Wann muss ein gastroösophagealer Reflux behandelt werden?

Im Säuglingsalter ist eine medikamentöse Behandlung nur sehr selten erforderlich. Meistens reichen die o.g. Maßnahmen aus und die Beschwerden bessern sich mit dem zunehmenden Kostaufbau und Alter.

Eine Therapie bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ist allerdings immer dann notwendig, wenn die Beschwerden länger anhalten und dadurch weitere gesundheitliche Beeinträchtigungen mit sich bringen und die Lebensqualität herabsetzen.

Eine konservative, medikamentöse Therapie hat den Vorteil, dass sie einfach und schnell gestartet werden kann. Sie hat außerdem eine diagnostische Funktion, denn wenn eine rasche Besserung nach Einnahme eintritt, zeigt sie an, dass ein saurer Reflux vorliegt.

Infrage kommen zum einen Säureblocker wie Histamin-2-Rezeptorantagonisten (z. B. Ranitidin, Famotidin) und die sehr viel effektiveren Protonenpumpen-Inhibitoren (z. B. Omeprazol, Esmoprazol, Pantoprazol, Lanzoprazol). Diese werden häufig mit PPI abgekürzt. Zum anderen werden in manchen Fällen Prokinetika (Metoclopramid, Prucaloprid, Domperidon, Betanechol, Erythromycin, Baclofen) zur Behandlung des gastroösophagealen Refluxes verschrieben. Weniger häufig werden in letzter Zeit Medikamente eingesetzt, die einen Schutzfilm auf der Schleimhaut des Ösophagus und des Magens bilden. Zu dieser Gruppe gehört das Sucralfat, eine Aluminiumverbindung, die außerdem das aggressive Hormon Pepsin und Gallensäuren zu binden vermag.

Säureblocker reduzieren die Bildung von Magensäure, reduzieren aber nicht die Refluxhäufigkeit!

Histamin-2-Blocker können innerhalb von wenigen Wochen zu einer Toleranz, also einer verminderten Wirkung führen. Dieser Effekt ist bei Protonenpumpen-Inhibitoren weniger ausgeprägt, sodass letztere eher für die Langzeittherapie geeignet erscheinen.

Aber auch bei den heute häufiger verwendeten Arzneimitteln sind in vielen Fällen Nebenwirkungen beschrieben. Die häufigsten Nebenwirkungen dabei waren Kopfschmerzen, Durchfall und Übelkeit. Insbesondere Protonenpumpen-Inhibitoren erhöhen das Risiko von Pneumonie und Sepsis , besonders bei Patienten mit einem gestörten Immunsystem. In Verlaufsuntersuchungen an Erwachsenen erhöhte die Langzeiteinnahme von Protonenpumpen-Inhibitoren das Risiko einer bakteriellen Überwucherung des Dünndarms, einer Osteoporose und eines Vit. B12 Mangels.

Prokinetika sind insgesamt weniger effektiv bei der Behandlung des sauren Refluxes, können aber zusätzlicher Magenentleerungsstörung eine mögliche konservative Behandlungsoption darstellen.

Und wenn die konservativen und medikamentösen Verfahren nicht helfen?

Es gibt mittlerweile eine Menge von unterschiedlichen operativen Verfahren, die dann zum Einsatz kommen wenn

  • ein unzureichender Effekt trotz adäquater PPI-Therapie auftritt.
  • schwere Veränderungen der Schleimhaut der Speiseröhre oder Komplikationen                       (z. B. Barrett-Ösophagus) auftreten.
  • ein größerer Zwerchfellbruch (Hiatushernie) korrigiert werden sollte.
  • sehr junge Patienten und Patientinnen bereits eine Langzeittherapie benötigen.
  • weitere Erkrankungen oder neurologische Störungen vorliegen, die nicht behoben werden können und mit einem Reflux einhergehen oder diesen verstärken.

In einem neueren, bei Erwachsenen mittlerweile häufiger durchgeführten Verfahren wird eine ringförmige Kette mit Magneten um den unteren Ösophagussphinkter gelegt, um diesen zu verstärken. Bei der Boluspassage weichen die Magneten aufgrund des intraluminalen Drucks etwas auseinander und lassen damit den Übertritt der Nahrung in den Magen zu. Danach ziehen sie sich aufgrund der Magnetkraft wieder aneinander und verschließen damit den unteren Ösophagus. Während bei Erwachsenen gute Erfolge damit erzielt wurden, ist das Verfahren bei Kindern noch nicht ausreichend erprobt.

Natürlich können auch alle operativen Verfahren Nebenwirkungen und Komplikationen mit sich bringen und müssen deshalb vor der Anwendung gut abgewogen werden.

Langfristige Komplikationen eines gastroösophagealen Refluxes

Auch wenn eine medikamentöse sowie eine operative Behandlung des pathologischen gastroösophagealen Refluxes gewisse Risiken mit sich bringt, so können die langfristigen Konsequenzen des Refluxes unbehandelt jedoch für den Patienten bedeutend schwerwiegender sein. Die Wand der Speiseröhre kann sich durch den Säureangriff verändern (Metaplasie der Schleimhaut) mit Gefahr der Narbenbildung, Einengung und deutlichem Karzinomrisiko.

Somit sollte bei Beschwerden der Hausarzt oder Gastroenterologe aufgesucht werden!

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Quellen:

Gastroösophagealer Reflux bei Kindern und Jugendlichen – Kinderchirurgie – eMedpedia | springermedizin.de

https://www.leading-medicine-guide.com/de/erkrankungen/verdauung/refluxkrankheit

Das Bild wurde mit ChatGPT erstellt

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